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Hinter GENKANIN

Über mich und wie GENKANIN entstanden ist

Kein Startup-Pitch. Nur ein ehrlicher Rückblick, wie aus einem echten Zuchtproblem eine App wurde — und warum Kaninchengenetik weniger kompliziert ist, als man oft denkt.

Hinter GENKANIN

„Sarah, was ist eigentlich GENKANIN?“

Wenn mich am Stammtisch beim zweiten Bierchen jemand fragt: „Sarah, was ist eigentlich dieses GENKANIN?“, dann fange ich meistens nicht mit Technik an, sondern mit mir selbst.

Ich züchte seit Jahren Kaninchen – vor allem Deutsche Riesen und deren Mischungen – und mir ging es schon immer darum, dass wir Züchter verstehen, warum etwas passiert. Genetik ist kein Hexenwerk und auch kein Zufall, auch wenn es sich im Nest manchmal so anfühlt.

Es fing alles mit dem „Warum“ an

Jahrelang habe ich für Freunde, Bekannte und auch mal völlig Fremde gerechnet. „Kannst du mal kurz schauen, was bei dieser Verpaarung rauskommt?“ Klar konnte ich das. Aber ich dachte mir: Das muss doch einfacher gehen. Ich wollte ein Tool, das nicht einfach nur rät, sondern nach den echten Regeln der Natur rechnet. Ohne „Vielleicht“ und ohne „Müsste passen“ oder mein persönlicher Endgegner "Unbekannte Farbe" als Ergebnis.

Warum die meisten Apps für uns Züchter nicht reichen

Ich habe sie alle ausprobiert – die Apps zur Zuchtverwaltung. Die sind super, um Impftermine zu notieren oder das Gewicht zu tracken. Aber sobald es an die Farben ging? Funkstille. Oder schlimmer: Textfelder, in denen man irgendwas eintippt, was am Ende vorne und hinten nicht zusammenpasst. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Ein System sollte uns Sicherheit geben, statt uns mit „Pi mal Daumen“-Ergebnissen allein zu lassen.

Wurf Deutsche Riesen Mixe mit etwa 4 Wochen, Farben Blau Thüringer, Feh Thüringer, Schwarz Eisengrau und im Hintergrund Weiß BA, beim Fressen von Fenchel

Genetik, die nicht „zaubert“

In GENKANIN steckt deshalb eine Technik, die logisch bleibt. Nehmen wir die A-Reihe mit ihrer langen Dominanzreihenfolge von Vollfarbig über Chinchilla zu Dunkelmarder, Typmarder, Russen und Albino. Das hat mich einiges an Nerven gekostet! Vor allem, weil Albino am Ende zwar alles überdecken kann, aber genetisch nichts „wegzaubern“ darf. Die Informationen müssen im Hintergrund erhalten bleiben, sonst wird jede Folge-Verpaarung unsauber. Mir war wichtig, dass GENKANIN keine Blackbox ist, sondern klare Zusatzinfos und Wahrscheinlichkeiten liefert.

Schlaues Helfen: Der Lernmodus

Damit man im Stall nicht jeden Buchstaben einzeln herleiten muss, habe ich eine Lernfunktion eingebaut. Wenn du die Farbe kennst und die Ahnen im Stammbaum hast, kann GENKANIN den Gencode logisch ergänzen. Dabei geht das System immer von den „minimal-möglichen“ Varianten aus – es setzt also die dominantesten Gene ein, die aufgrund der Optik und der Abstammung sicher da sein müssen. Das spart mühsamen Schreibkram, ohne die Wahrheit zu verbiegen - denn der Gencode selbst wird nicht 'magisch' hingebogen sondern nur Annahmen für die Berechnungen ergänzt. So ändert sich nichts das du sicher weißt - oder NICHT weißt - bis du sicher etwas permanent ändern möchtest.

Vom Gencode zum kompletten Stall-Management

Als der Genetik-Kern erst einmal stand, war der Weg zum kompletten Stall-Management eigentlich nur logisch. In GENKANIN greift heute ein Rad ins andere:

Drei Deutsche Riesen und Helle Großsilber Mixe mit etwa 6 Monaten vor grünem Hintergrund, mit sichtbarem Größenunterschied zwischen Rammler rechts und den Häsinnen links

Aus der Genetik folgen die Verpaarungen: Die Planung der nächsten Generation ist nur noch ein Klick.

Aus den Verpaarungen entstehen die Würfe: Du dokumentierst direkt im Nest, was gefallen ist.

Aus den Würfen werden wieder Tiere: Die Nachzucht wandert ohne Umwege zurück in deinen Bestand.

Alles im Blick – auch die Kasse: Ob Futterkosten oder Verkäufe – die Stallkasse zeigt dir sofort, wo du stehst.

Und das Zuchtlog macht aus all den Daten, die eh schon da sind, sichtbare Muster um dich bei Entscheidungen mit validen Zahlen zu unterstützen. Völlig egal wo dein Schwerpunkt in der Zucht liegt.

Ehrlich, praktisch, züchtertauglich

GENKANIN ist nicht aus einem Businessplan entstanden, sondern im Stall. Aus echten Fragen wie: Was trägt das Tier wirklich? Welche Verpaarung bringt mich züchterisch weiter?

Sogar komplexe Themen wie der Rotverstärker (Y-Faktor) sind drin. Fachlich ist das ein schwieriges Thema (und nicht ausdiskutiertes Thema), aber damit die App deterministisch bleibt, habe ich ihn als Modifikator gefasst und mache transparent, dass es hier um eine praxisnahe Darstellung geht.

Dazu kommen Kleinigkeiten, die den Unterschied machen – wie die Sprachnotizen, damit man die Hände im Stall frei hat.

Ich baue das alles mit viel Tiefe und Alltagserfahrung, aber eben so, dass man es im Stall gern benutzt. Ohne Theater, ruhig und praktisch.

Gut Zucht!

Dahinter steckt

Ein Gesicht hinter der App

Portrait der GENKANIN-Entwicklerin

Ich züchte seit Jahren Kaninchen und kenne die Detailprobleme aus dem Stallalltag aus eigener Erfahrung: Genotyp-Unsicherheiten, Wurfdokumentation auf Zetteln, Lernkurven bei der Farbgenetik. GENKANIN ist aus diesem Alltag entstanden — nicht aus einem Marketingplan.

Die App ist kein Massenprodukt. Sie ist für Züchter gemacht, die es genau wissen wollen — ohne dabei Informatik studiert zu haben. Wenn du Fragen hast, erreichst du mich direkt unter genkanin@outlook.de.

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